Duisburger Journal
Duisburger Journal von HuG Duisburg 9/2023 21 Wohnungsbaupolitik Start der landesweiten WohneNRW-Tage 2023 Öffentlich geförderter Wohnungsbau in Aktion Zahlreiche landesgeförderte Wohnbauprojekte öffneten an den diesjährigen „WohneNRW-Tagen“ ihre Türen und zeigen die Vielfalt und den Erfolg der öffentlichen Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der Aktionstage besucht Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, herausragende Projekte der öffentlichen Wohnraumförderung, Bewohnerfeste und weitere Events in Bonn, Köln, Heiden, Bottrop, Bochum, Meerbusch, Grevenbroich und Aachen Bereich Modernisierung mehr als doppelt so viel Fördermittel abgerufen wie im Vorjahr. Dem geförderten Wohnungsneu- bau hingegen machen hohe Zinsen, drastisch gestiegene Baukosten und kaum freie Grundstücke nach wie vor das Le- ben schwer. Dass es den VdW-Mitgliedern trotz des schwie- rigen Marktumfelds gelungen ist, ihren eigenen Bestand an geförderten Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent zu steigern, dokumentiert ihr Engagement.“ Über drei Tage hinweg werden die WohneNRW-Tage in die- sem Jahr den Scheinwerfer auf die Vielfalt der öffentlichen Wohnraumförderung und Innovation im Land richten. Auf dem Programm von Ministerin Scharrenbach stehen sowohl die Besichtigung von Großprojekten, wie die Revitalisierung eines ganzen Stadtteils in der Köln-Porzer Innenstadt, als auch origineller Neubauten, wie das generationengerechte Wohnen auf einem ehemaligen Bauernhof in Meerbusch. Die Nutzung von Holz als nachhaltigem Baustoff in Verbund mit Beton wird indessen in einer Betriebsbesichtigung beim Unternehmen Brüninghoff GmbH & Co. KG genauer in Augenschein genommen. ➧ „Modern, nachhaltig und bezahlbar – das ist die öffentliche Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen. An den Woh- neNRW-Tagen zeigen wir, was die Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen alles kann. Wir wollen mit den Woh- neNRW-Tagen dazu motivieren, sich für mehr bezahlbaren Wohnraum zu engagieren. Von der Modernisierung über den generationengerechten Neubau bis zum Klimaschutz – die Landesregierung Nordrhein-Westfalen stellt für die Zeit von 2023 bis 2027 rund neun Milliarden Euro bereit. Alleine 2023 stehen 1,6 Milliarden Euro mit nochmals verbesserten Förderkonditionen zur Verfügung”, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit trage die Landesregierung dafür Sorge, dass Menschen mit kleinem Geldbeutel bezahlbar wohnen kön- nen, so die Ministerin weiter. „Das schafft in derzeit unsiche- ren Zeiten zudem finanzielle Planungssicherheit für die, die in bezahlbaren Wohnraum investieren und ihrer sozialen Ver- antwortung in unserer Gesellschaft für Menschen mit wenig Geld nachkommen. Gerade in unsicheren Zeiten bedarf es Planbarkeit, das ist im Rahmen landesgesetzlicher Möglich- keiten unsere Aufgabe, und dieser kommen wir nach. Wir fördern, was Wohnungen schafft – und die WohneNRW- Tage 2023 sind die beste Gelegenheit, dies in den Mittelpunkt der Öffentlichekt zu rücken. Mehr Wohnraum ist und bleibt das beste Rezept gegen steigende Mieten“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des Verbands der Woh- nungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.: „Die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen stehen auch in diesen Krisenzeiten für das bezahlbare Wohnen in Nordrhein-West- falen – das zeigen der WohneNRW-Tag und die aktuelle Sta- tistik. VdW-Mitglieder haben im Jahr 2022 rund 36 Prozent der Wohnraumfördermittel in Nordrhein-Westfalen abge- nommen und 40 Prozent der geförderten Wohnungen reali- siert. Mit 215,38 Millionen Euro haben VdW-Mitglieder im Zinsen und der zunehmende Fachkräftemangel. Umso erfreulicher ist es, dass bei der Entwicklung der Sozial- wohnungen nun bereits eine Trendumkehr in Sicht ist und die Zahl der Sozialwohnungen in acht Bundesländern erhöht werden konnte. Zusammen mit den Ländern werden wir die Trendwende schaffen."Im Rahmen des sozialen Wohnungs- baus fördert die Bundesregierung auch gezielt Wohnungen für Studierende und Auszubildende. Hierfür stehen in diesem Jahr erstmalig 500 Millionen Euro bereit. Neben dem sozialen Wohnungsbau hat das Bundesbau- ministerium bereits zahlreiche weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht, damit möglichst schnell mehr bezahlbarer Wohnraum in Deutschland geschaffen werden kann. Hierzu gehört u.a. die Beschleunigung von Genehmigungs- prozessen, beispielsweise durch die Einführung des digitalen Bauantrages, und die Förderung von innovativen Verfahren, wie dem seriellen und modularen Bauen. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (Mitte) eröffnete die WohneNRW-Tage 2023 mit dem Besuch eines Bau- projektes in Bonn-Tannenbusch.
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